Abfindungsrechner

Grundsatz: Kein Anspruch auf Abfindung 

Grundsätzlich gibt es im deutschen Arbeitsrecht keinen Anspruch auf eine Abfindung. Einen konkreten Anspruch gibt es nur in Ausnahmefällen wie beispielsweise bei einem Sozialplan oder einer Kündigung nach § 1 a KSchG.

Im Regelfall ist eine Abfindungszahlung stets das Ergebnis einer komplexen Verhandlung, in der juristische, wirtschaftliche, persönliche, prozessökonomische und nicht selten auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen.

Die Höhe der Abfindung - eine Frage der Verhandlung

Auch die Höhe der Abfindung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Ob und in welcher Höhe zum Beispiel im Rahmen eines Kündigungsschutzprozess oder bei der Verhandlung eines Aufhebungsvertrages der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Abfindungen zahlt, hängt von der richtigen Strategie und nicht zuletzt vom juristischen Können, der Erfahrung und dem Verhandlungsgeschick Ihres Anwalts ab.

Ob beispielsweise eine Kündigungsschutzklage Aussicht auf Erfolg haben würde, ob es valide Gründe für eine Kündigung gibt, wie stark der Beendigungswille beim Arbeitgeber und möglicherweise auch beim Arbeitnehmer ist, wie groß das Unternehmen ist, ob ein Betriebsrat besteht, ja sogar in welcher Region Deutschlands das Arbeitsverhältnis besteht sind nur einige der Einflussfaktoren auf die Höhe der zu erzielenden Abfindung. Auch psychologische Zusammenhänge und ein gewisses „Pokerspiel“ können dabei ganz entscheidend sein.

Unser Abfindungsrechner

Dennoch haben wir mit diesem Abfindungsrechner versucht, Ihnen gewisse Anhaltspunkte für eine möglicherweise zu erzielende Abfindung an die Hand zu geben. Tatsächlich kann die zu erwartende Abfindung nur in jedem Einzelfall ermittelt werden. Wir beraten Sie gerne.

Beim Bruttomonatsgehalt wird man als Arbeitnehmervertreter immer versuchen, ein möglichst hohes Durchschnittsgehalt unter Berücksichtigung aller Gehaltsbestandteile anzugeben. Der Arbeitgeber wird möglicherweise zumindest beim ersten Angebot eher nur das monatliche Grundgehalt ansetzen.

Die Faktoren beziehen sich stets auf ein Bruttomonatsgehalt multipliziert mit der Dauer der Beschäftigung in Jahren. Faktor 0,5 bedeutet damit eine halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr als Abfindung, Faktor 1,0 ein ganzen Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr als Abfindung, usw...

Bei den Erläuterungen zu den Faktoren (Schieber einfach nach links oder rechts bewegen) gehen wir zur Übersichtlichkeit von den Erfolgsaussichten einer klassischen Kündigungsschutzklage aus. Diese Überlegungen sind entsprechend auch auf andere Verhandlungssituationen wie etwa bei einem Aufhebungsvertrag heranzuziehen, da auch hier unter anderem die Frage nach der Wirksamkeit einer etwaigen Kündigung eine Rolle spielt: So wird der Arbeitgeber keine allzu hohe Abfindung im Rahmen eines Aufhebungsvertrages anbieten wollen, wenn er ohnehin dem Arbeitnehmer eine wirksame Kündigung aussprechen könnte.

Unsere Bemerkungen zu den einzelnen Faktoren beziehen sich auf Regelfälle. Häufig jedoch gibt es zusätzliche besondere Umstände, wie beispielsweise eine besonders kurze oder eine außergewöhnlich lange Beschäftigungsdauer. Es ist jedoch unmöglich, alle möglichen Konstellationen hier anzugeben. Im Einzelfall wird immer ein Anwalt für Arbeitsrecht unter Berücksichtigung aller Umstände eine konkrete Einschätzung der zu erwartenden Abfindung vornehmen müssen

Die Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses steht bevor? Ihr Arbeitgeber hat Ihnen einen Aufhebungsvertrag angeboten? Sie haben eine Kündigung erhalten?

Rufen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne zu der zu erwartenden Abfindungshöhe, erarbeiten mit Ihnen eine maßgeschneiderte Strategie und verhandeln das für Sie beste Ergebnis.