Aufhebungsvertrag bekommen - Anwalt einschalten

Wenn Ihnen von Ihrem Arbeitgeber ein Aufhebungsvertrag, Auflösungsvertrag oder Beendigungsvertrag vorgelegt wird, heißt es Ruhe bewahren. Auf keinen Fall sollten Sie einen Beendigungsvertrag vorschnell unterschreiben, sondern sich so schnell wie möglich an einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, am besten sogar einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden.

Ein guter Anwalt für Arbeitsrecht wird Ihnen zunächst die unterschiedlichen Begriffe erklären:

  • „Beendigungsvertrag“ und „Auflösungsvertrag“

    Die Begriff „Beendigungsvertrag“ und „Auflösungsvertrag“ wird ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht eigentlich nicht benutzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Verträge, die einen Arbeitsvertrag beenden sollen, zwar gerne Beendigungsvertrag oder auch  Auflösungsvertrag genannt, dies sind jedoch keine juristischer Fachbegriffe. 

  • „Aufhebungsvertrag“

    Sinne vom Beendigungsvertrag oder Auflösungsvertrag gesprochen wird, so ist aller meistens ein Aufheungsvertrag gemeint. Wenn Ihr Arbeitsverhältnis noch läuft und Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich das Arbeitsverhältnis beenden wollen, nennt ein Anwalt für Arbeitsrecht diese Einigung „Aufhebungsvertrag“. Rechtsanwälte für Arbeitsrecht wissen allerdings, dass in der Praxis diese Aufhebungsverträge oft gar nicht wirklich einvernehmlich sind, sondern vielmehr auf Wunsch des Arbeitgebers dem Arbeitnehmer vorgelegt werden. Gerade in diesem Fall sollte man sich als Arbeitnehmer sofort einen kompetenten Anwalt für Arbeitsrecht an seine Seite holen, um hier keine Fehler zu machen. Denn Vorsicht: ist der Aufhebungsvertrag erst unterschrieben, sind die Möglichkeiten, hier gegen vorzugehen äußerst gering. Daher lieber vorher am besten bei einem guten Fachanwalt für Arbeitsrecht Rat einholen.
    Doch selbst wenn Sie einen Aufhebungsvertrag schon unterschrieben haben, heißt es erst recht Rat bei einem Anwalt für Arbeitsrecht suchen: denn auch hier ist noch nicht unbedingt alles verloren, ein guter Fachanwalt für Arbeitsrecht wird sich bemühen auch hier noch in Lösung zu finden und zu retten was zu retten ist.

  • „Abwicklungsvertrag“

    Wenn ein Fachanwalt für Arbeitsrecht von „Abwicklungsvertrag“ spricht, dann meint er die Fälle, in denen der Arbeitgeber schon eine Kündigung ausgesprochen hat.
    Es ist also schon offensichtlich, dass das Arbeitsverhältnis nicht einvernehmlich beendet werden soll, schon dass der Arbeitgeber dies beenden möchte.

    Ein Abwicklungsvertrag wird in der Regel geschlossen, wenn zwar bereits eine Kündigung ausgesprochen wurde, die Klagefrist zur Kündigungsschutzklage aber noch nicht abgelaufen ist. Man könnte also noch gegen die Kündigung klagen. Meist werden Anwälte für Arbeitsrecht in einem Abwicklungsvertrag regeln, dass der Arbeitnehmer darauf verzichtet, eine Kündigungsschutzklage einzureichen, wenn dafür die Konditionen stimmen. Ihr Rechtsanwalt  für Arbeitsrecht wird die Höhe der Abfindung, die Länge der Freistellung und schließlich auch das Arbeitszeugnis mit dem Arbeitgeber oder seinem Arbeitsrechtsanwalt verhandeln. Wenn in allen Punkten Einigung erzielt wurde, kann man auf die Klage verzichten und die Einigung in einem auf Abwicklungsvertrag festhalten. 

    Abwicklungsverträge spielen für die Praxis eines Arbeitsrechtsanwaltes gegenüber Aufhebungsverträgen eine deutlich geringere Rolle.  Dies liegt vor allem an der recht kurzen dreiwöchigen Klagefrist bei Kündigungen: geht man als Arbeitnehmer nicht innerhalb von drei Wochen gegen eine Kündigung vor, so ist diese in den allermeisten Fällen wirksam.
    In dem Moment, indem Ihnen die Kündigung Ihres Arbeitgebers zugeht,  beginnt die Frist zu laufen. Das bedeutet, um einen Abwicklungsvertrag zu schließen müssten Sie sich innerhalb von drei Wochen Sie einen Anwalt suchen, ihm den Sachverhalt schildern, er muss diesen juristisch prüfen, mit dem Arbeitgeber in Verhandlungen treten und innerhalb der Frist eine unterschriebene Einigung erzielt haben. Rückt die Klagefrist jedoch nahe, so wird ein guter Anwalt für Arbeitsrecht auf jeden Fall sicherheitshalber Kündigungsschutzklage einreichen. In diesem Fall ist dann aber die Verhandlung eines Abwicklungsvertrages obsolet geworden. Es wird dann im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses über das Bestehen oder nicht Bestehen des Arbeitsverhältnisses und in der Regel auch über die Konditionen einer Beendigung verhandelt. Hieraus ist zu sehen, dass für Abwicklungsverträge zwischen Aufhebungsverträgen und Kündigungsschutzklagen in der Praxis nicht viel Raum bleibt.

Aus dieser Unterscheidung kann man sehen, dass es in der Regel darum geht, einen Aufhebungsvertrag zu verhandeln, wenn man einen Anwalt für Arbeitsrecht beauftragt. Ihr Fachanwalt für Arbeitsrecht kann daher auf Augenhöhe mit Ihrem Arbeitgeber verhandeln. Die Alternative zum Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag für den Arbeitgeber ist, Ihnen zu kündigen, hierbei hat der Arbeitgeber jedoch alle Risiken eines Kündigungsschutzprozesses zutragen. Ein guter Rechtsanwalt für Arbeitsrecht wird diese Verhandlungssituation nutzen, um einen möglichst günstigen Aufhebungsvertrag, manchmal auch Beendigungsvertrag genannt, auszuhandeln.

In der Regel hat man als Arbeitnehmer bisher selten, meistens sogar noch nie mit Beendigungsverträgen, Aufhebungsverträgen oder Abwicklungsverträgen zu tun gehabt. 

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich einen erfahrenen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht an Ihre Seite zu holen, der schon zahlreiche Aufhebungsverträge verhandelt hat. Ein guter Arbeitsrechtsanwalt kennt sowohl die juristischen Hintergründe, wie auch die verhandlungstaktischen Tricks, um das beste Ergebnis für einen bestmöglichen Aufhebungsvertrag für Sie auszuhandeln.

Thema: Aufhebungsvertrag